Den Weg für neue Grenzen ebnen
9. Sept.. 2024 - Destiny 2 Dev Team
Heute feiern wir das 10-jährige Jubiläum von Destiny. Im Jahr 2014 haben wir uns vorgenommen, etwas ganz Neues mit unserem Studio anzustellen. Wir haben den Zeugen besiegt, Dungeons geplündert, den Leuchtturm erklommen und noch so einiges mehr. Jetzt blicken wir in die Zukunft.
Unter dem Codenamen: Grenzen bahnen wir uns einen Weg zu den Sternen. Mit Die finale Form wurde eine Tür geschlossen, aber wir öffnen eine neue, ungewöhnliche, spannende Tür, die Destiny an Orte führt, die wir noch nie zuvor besucht haben. Diese Zukunft nehmen wir jetzt in Angriff und freuen uns, euch heute einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben.

Mit dieser Roadmap stellen wir unseren Plan für Jahr 11 und darüber hinaus vor, mit einigen spannenden Änderungen an unserem Jahresplan:
- Zwei Erweiterungen pro Jahr
- Vier große Updates mit KOSTENLOSEN Inhalten pro Jahr
In den nächsten Monaten werden wir mehr Informationen über Codename: Grenzen mit euch teilen. Gemeint sind damit wichtige Neuerungen, die in den nächsten Jahren in Destiny erscheinen werden, angefangen mit unserer nächsten Erweiterung mit dem Codename: Apollo. Wir haben heute mehrere Entwickler-Einblicke veröffentlicht und werden diese Liste in den kommenden Wochen und Monaten noch erweitern.
Heute haben wir außerdem Tyson Green, Game Director und Alison Lührs, Narrative Director für Destiny 2 dabei, die uns einige unserer Zukunftspläne vorstellen. Wir wollen unsere Kommunikation noch transparenter gestalten. Das heißt, dass wir häufiger von unserer Arbeit berichten, auch wenn dadurch Fehler und Misserfolge sichtbarer werden. Denkt also bitte daran, dass sich unsere Roadmap und Pläne noch ändern können, wenn wir mit unseren Plänen fortfahren.
Dieses Spiel ist ja schließlich für euch da. Wir wollen euch zeigen, wie es gemacht wird und warum.
Das Wichtigste, was man sich merken sollte:
Wir freuen uns darauf, dass sich Destiny weiterentwickelt und verbessert, damit es auch in Zukunft erfolgreich bleibt.
Entwickler-Einblicke
Im Folgenden findet ihr eine Liste von Entwickler-Einblicken für verschiedene Neuerungen, die mit Codename: Grenzen kommen. Diese wird in den nächsten Monaten erweitert, um euch einen Überblick über die kommenden Funktionen und Änderungen in Destiny zu bieten.
Unsere Vision für die Zukunft von Destiny 2

Tyson Green: Mein Name ist Tyson und ich bin der Game Director für Destiny 2. Ich freue mich, heute über die Vision unseres Teams für Destiny zu sprechen.
Zuallererst: Wir alle sind immer noch ganz vernarrt in Destiny. Es ist ein einzigartiges und herausforderndes Spiel, sowohl für euch als auch für uns. Ich persönlich arbeite seit 15 Jahren an Destiny und das Spiel ist immer noch eine kreative Herausforderung für mich. Und das kann ich nicht über viele Spiele sagen.
Gleichzeitig ist uns aber auch klar, dass es zu unflexibel geworden ist. Die Erweiterungen fühlen sich mittlerweile zu schablonenhaft an und sind zu schnell vorbei. Sie werden auch nicht allzu oft wieder durchgespielt. Die Saisons und Episoden werden immer umfangreicher, aber es kann sich trotzdem manchmal so anfühlen, als würde man nur das Gewohnte abarbeiten.
Deshalb glauben wir, dass es für Destiny an der Zeit ist, sich zu erneuern und zu entfalten, und dass es unsere Community ebenfalls begrüßen würde, wenn das Spiel sich weiterentwickeln und innovieren würde. Und um das zu erreichen, müssen wir einige der bestehenden Formen und Muster aufbrechen.
Jährliche Erweiterungen
Beginnen wir also mit den jährlichen Erweiterungen.
Die jährlichen Erweiterungen haben uns jede Menge Spaß bereitet und wir sind besonders stolz auf Die finale Form. Aber in Wahrheit stehen sie fast immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir benötigen mehr Spielraum, um zu erforschen und zu innovieren, wie wir die Inhalte von Destiny 2 erstellen, damit wir in Bereiche des Spiels investieren können, die für die Spieler:innen am wertvollsten sind.
Statt einer großen Erweiterung werden wir ab nächstem Jahr zwei mittelgroße Erweiterungen liefern – also eine alle sechs Monate. Beide werden von der One-Shot-Kampagnenstruktur abweichen, die wir seit Festung der Schatten praktisch unverändert und durchgängig verwendet haben, und stattdessen neue spannende Formate erforschen.
Wir freuen uns darauf, neue Dinge auszuprobieren, die eure Erwartungen an Destiny herausfordern. Wir arbeiten aktiv an Prototypen für nicht-lineare Kampagnen, Abenteuern mit Erkundungen ähnlich der Träumenden Stadt oder Metroidvanias und auch ungewöhnlicheren Formaten wie Roguelikes oder Survival-Shooter. Jede Erweiterung soll eine neue Gelegenheit bieten, etwas anderes auszuprobieren.
Dass wir von One-Shot-Kampagnen ablassen, bedeutet aber nicht, dass wir keine tollen Geschichten mehr zu erzählen haben. Wir wollen künftig das Geheimnisvolle und Überraschende der frühen Destiny-Geschichten wieder hervorholen, als sie noch voller Entdeckungen und Abenteuerlust waren. Für unsere künstlerische Vision sind großartige Geschichten so wichtig wie eh und je, was Alison weiter unten noch genauer erläutern wird.
Saisons
Mit der Umstellung auf zwei Erweiterungen pro Jahr werden sich auch unsere Saisons ändern.
In Zukunft wird es statt drei Episoden vier große Updates pro Jahr geben, eines alle drei Monate. Jede Erweiterung wird zusammen mit einem großen Update zu Beginn der Saison veröffentlicht. Dann folgt drei Monate später ein zweites großes Update, um die Hauptaktivitäten mit neuen und überarbeiteten Inhalten aufzufrischen:
- Aktivitäten: Strikes, Exotische Missionen oder ganze neue Modi wie Ansturm
- Prämien: Waffen, Rüstung, Artefakt-Mods, Exotische und mehr
- Neue wöchentliche Events
- Neue Features
- Kampf-Meta und Balance-Updates
Die großen saisonalen Resets finden weiterhin statt, aber künftig zweimal im Jahr und zeitgleich mit den Erweiterungen.
Jedes Update bringt eine deutliche Auffrischung der Hauptaktivitäten, neue Aktivitäten und Belohnungsinhalte. Außerdem werden diese Updates und ihre Inhalte, genau wie Destiny 2: Ins Licht, für alle Spieler:innen kostenlos sein, was wir so richtig toll finden.
Wir wollen, dass Destiny für alle zugänglich und empfehlenswert ist, deshalb wollen wir diese große Hürde aus dem Weg räumen.
Jetzt müssen wir also über die Hauptaktivitäten selbst sprechen.
Hauptaktivitäten
Die Hauptaktivitäten bieten das jederzeit verfügbare, unerschöpfliche Spielerlebnis von Destiny. Und es muss in zweierlei Hinsicht verbessert werden:
Zugänglichkeit
Zum einen ist Destiny viel zu komplex. Bei den nahezu Hunderten von Aktivitäten braucht man schon fast einen Doktortitel, um zu entscheiden, was man spielt und wie man die ersehnten Prämien erhält.
Um das zu korrigieren, werden wir die Benutzeroberfläche unserer Aktivitäten, den Navigator, überarbeiten, damit es für alle einfacher wird, interessante Aktivitäten zu finden und in sie einzutauchen. Wir überarbeiten auch unsere Prämien, um sicherzustellen, dass ihr in all diesen Aktivitäten etwas Nützliches findet. In unseren Entwickler-Einblicken über Aktivitäten und Prämien gehen wir näher auf diese Änderungen ein.
Ausrüstung und Herausforderung sollten relevant sein
Denn auch tolle Aktivitäten verlieren an Bedeutung, wenn sie nicht mehr herausfordernd und die Prämien nicht mehr den Aufwand wert sind. Deshalb entwickeln wir ein stark überarbeitetes System zur Anpassung der Herausforderungen, das es Spieler:innen aller Erfahrungsstufen ermöglicht, die für sie passende Herausforderung zu finden, mit Prämien, die je nach Schwierigkeitsgrad variieren.
Dabei handelt es sich nicht nur um einfache Berechnungen, die auf der Erhöhung des erlittenen Schadens basieren. Das Team arbeitet an einigen tollen Gameplay-Modifikatoren, die den Gegnern spannende Tools in die Hand drücken, um bei jedem Durchlauf ordentlich für Abwechslung zu sorgen. Einige dieser neuen Herausforderungen werden wir schon bald in einem detaillierten Artikel vorstellen.
Bei den Prämien wird es höhere Stufen Legendärer Ausrüstungsgegenstände geben, beispielsweise Meister-Waffen und Kunstvolle Rüstung, die in diesen anspruchsvolleren Herausforderungen in einer wesentlich breiteren Palette von Aktivitäten sowohl im PVE als auch im PVP verfügbar sein werden.
Mit diesen beiden Änderungen wird es einfacher sein, in die Hauptaktivitäten einzusteigen, und es wird auch weitaus mehr Möglichkeiten geben, um die eigenen Fähigkeiten zu perfektionieren. Aber damit sind wir erst am Anfang der geplanten Änderungen, mit denen wir Destiny noch weiter verbessern wollen.
Die nächste mehrjährige Saga geht los mit Codename: Apollo
Alison Lührs: Hallo! Ich bin Alison und ich arbeite bei D2 als Narrative Director. Ich bin noch ganz neu bei Bungie. Ich habe im Herbst 2022 die narrative Leitung für die Saisons übernommen und meine erste D2-Erweiterung war Die finale Form.
Das ganze Team ist so richtig stolz auf Die finale Form und das Ende der Saga um Licht und Dunkelheit. Und wir wussten, dass die darauffolgenden Episoden wie ein Epilog funktionieren würden, der Licht und Dunkelheit miteinander verknüpft. Gleichzeitig war es eine Vorbereitung auf das, was als Nächstes kommt. Die Episoden schließen eine Tür und eröffnen gleichzeitig neue Storylines, die die Grundlage für die nächsten Ereignisse bilden.
Und was jetzt kommt, ist nichts weniger als eine brandneue Saga.

In den nächsten zwei Episoden werdet ihr schon einen Vorgeschmack darauf bekommen, und dann geht es mit Codename: Apollo so richtig los. Auch diese Saga dreht sich um ein Hauptthema, ähnlich wie bei Licht und Dunkelheit. Es wird viele neue Charaktere, Fraktionen, Überraschungen und mehr geben. Wir könnten an dieser Stelle noch viel mehr darüber erzählen, aber wir wollen euch nicht den Spaß verderben. Uns steht eine mehrjährige Reise bevor, auf die wir euch unbedingt mitnehmen wollen.
Unsere erste Erweiterung, Codename: Apollo, ist ein nicht lineares, charakterorientiertes Abenteuer.
Was meinen wir eigentlich mit „Codename: Apollo ist nicht linear“?
Bis jetzt verliefen alle Geschichten (wie Die finale Form) linear. Es ging von A nach B nach C nach D, alles schön nacheinander. Die Geschichte von Codename: Apollo erstreckt sich dagegen über Dutzende von Handlungssträngen, die es zu erkunden und zu entdecken gilt. Wenn ihr also in unserer brandneuen Umgebung landet, fängt die Geschichte bei A an und ihr könnt euch dann aussuchen, ob ihr zuerst C erkunden wollt, oder doch lieber nach B gelangen und dann vielleicht D auskundschaften wollt.
Und was ist mit den nicht gewählten Möglichkeiten? Keine Sorge, die übrigen Optionen stehen immer noch zur Auswahl und können jederzeit nachgeholt werden. Und das wird auch nötig sein!
Je mehr man spielt und entdeckt, desto weiter schreitet die Geschichte voran. Indem man eine bestimmte Anzahl von Handlungssträngen erlebt, wird der nächste Teil der Geschichte freigeschaltet. In welcher Reihenfolge ihr sie erkundet, bleibt euch überlassen, aber wir haben Codename: Apollo so aufgebaut, dass die Geschichte von Anfang über die Mitte bis zum Ende Sinn macht und funktioniert. Die Geschichte von Codename: Apollo entfaltet sich abhängig vom Fortschritt der Spieler:innen, also ohne Time-Gating oder Wartezeiten auf den nächsten Drop.

Destiny ist dann am schönsten, wenn es geheimnisvoll und auch ein bisschen schräg ist und keine Angst hat, neue Dinge auszuprobieren. Nur um das klarzustellen: Der Wechsel zu nicht linearen Geschichten ist nichts, worauf wir uns unbedingt festlegen wollen, aber diese Struktur passt zu Codename: Apollo am besten. Die narrative Struktur der folgenden Veröffentlichungen wird komplett anders sein, um dem jeweiligen Spielerlebnis zu entsprechen. Mit jeder Erweiterung wollen wir sowohl beim Gameplay als auch bei der Handlung innovativ sein.
Auf ins Ungewisse
Das klingt nach einer großen Umstellung, und das stimmt auch! Sobald der Ablauf unserer Geschichte zu vorhersehbar wird oder die Charaktere und unsere Welt sich nicht weiterentwickeln, schaffen wir einen Zustand und keine Geschichte. Wie können wir also innovativ sein? Indem wir eine Geschichte erzählen, die unsere Innovationskraft nicht einschränkt, sondern mit ihr Schritt hält.
Wir brauchen also eine sich ständig weiterentwickelnde Welt, die Raum für neue Charaktere und wachsende Fraktionen bietet. Die Geschichte, die wir erzählen, muss in einer Welt spielen, die wir selbst erschaffen haben, mit Charakteren, die sich ebenfalls weiterentwickeln. Wir wollen die Spieler:innen für ihre Leistungen belohnen, ohne diejenigen zu bestrafen, die etwas nicht kennen. Auf diese Weise können alle mitmachen, egal wie sehr sie sich mit der Lore auskennen. Dieser Ansatz beginnt mit den Episoden und wird in der neuen mehrjährigen Saga fortgesetzt.
Was meinen wir also genau, wenn wir von einem mehrjährigen Handlungsbogen sprechen? Stellt euch das als eine Reihe von Geschichten vor, die durch ein einziges Thema verbunden sind. Wir werden euch später verraten, welches Thema im Mittelpunkt steht, aber wir sind fest davon überzeugt. Dieser mehrjährige Handlungsbogen ist wie ein Netz, nicht wie eine Linie. Jede Veröffentlichung ist Teil einer größeren Saga. Wir können es kaum erwarten, mit euch diese Reise anzutreten.
Um nicht zu spoilern, möchte ich euch an dieser Stelle noch nicht verraten, worum es in Codename: Apollo geht, aber ihr dürft euch schon mal auf Folgendes freuen:
Apollo hat ein bombastisches Ende, das uns in die nächsten Jahre mit einem klaren Motiv, Ziel und Zielort katapultiert. Der Weg dorthin ist nicht immer geradlinig, aber die Reise ist es wert. Sie ist neu und voller Überraschungen und wird uns an Orte führen, die wir in Destiny noch nie besucht haben.
Also bis bald, wenn es dann so weit ist …
Und damit wären wir am Ende. Na ja, eigentlich stehen wir vor einem Neuanfang. In den nächsten Monaten werden wir weitere Entwickler-Einblicke veröffentlichen und noch mehr Gespräche führen. Die Aufschlüsselung der Pläne für Codename: Grenzen wird bestimmt mehr Fragen aufwerfen, als wir beantworten können, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten, sobald es losgeht. Haltet Ausschau nach weiteren Entwickler-Einblicken. Wir werden schon bald Links zu weiteren Themen hinzufügen.
Danke nochmals, dass ihr uns auf unserer ersten zehnjährigen Destiny-Reise begleitet habt. Wir haben gemeinsam so vieles überstanden, gegen die Dunkelheit gekämpft und den Zeugen und seine Machenschaften aufgehalten. Jetzt wird es Zeit, wieder den Blick zu den Sternen zu richten. Und der Fantasie freien Lauf zu lassen. Zu träumen und zu erforschen, wie unsere Zukunft in diesem Universum aussehen könnte.
Wir haben die Segel gesetzt und hoffen, euch an Bord zu sehen.
– Destiny 2-Entwicklerteam
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