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Destiny 2: Story-Vorschau

Game Director Christopher Barrett:
Wie ihr wisst, haben wir uns intensiv mit der Destiny-Community auseinandergesetzt, um jeden Aspekt unseres Destiny 2-Erlebnisses in die richtige Richtung zu bringen und zu verbessern. Dazu gehören auch die Atmosphäre, Story und die Überlieferungen von Destiny – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Spiels.

Diese Woche möchte ich dem fleißigen Narrative-Team von Destiny ein dickes Dankeschön entgegenbringen, denn sie haben gemeinsam mit mir und dem Rest des Dev-Teams an einer Menge neuer Überlieferungsinhalten gearbeitet, die euch in der nahen (und teilweise schon in der sehr nahen) Zukunft erwarten. Ich kann euch zwar nicht alle Details unserer Zusammenarbeit verraten, aber ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass ein weiterer kostenloser Destiny-Digitalcomic  diese  Woche auf euren Bildschirmen landen wird – dessen Titel lautet „Kriegsgeist“ (zunächst nur auf Englisch). Geschrieben wurde er von Mark Waid (Dr. Strange) und David Rodriguez (Kriegsgeist), gestaltet hat ihn Kris Anka (Runaways). Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß beim Lesen wie ich.  


Und wenn euch diese eine Woche des Wartens lang vorkommt, dann habe ich noch mehr gute Neuigkeiten: Ihr könnt gemeinsam mit uns die anstehende Veröffentlichung von  Destiny 2: Kriegsgeist  feiern, indem ihr euch einige neue Online-Überlieferungen zu „Kriegsgeist“ reinzieht, die jetzt und hier verfügbar sind.
 
<3 Chris

[Anmerkung des Editors: Text wurde überarbeitet um das richtige Veröffentlichungsdatum des Comics anzuzeigen.] 


Tyra



„Geist, öffne eine neue Datei. Research-Notizen TK-48725.8, Kategorie: Clovis Bray.“

„Ich mag nicht, wenn du mich so nennst.“

„Was - Geist? Ach, jetzt aber. Wir führen diese Diskussion schon seit drei Jahrhunderten. Du bist nun mal ein Geist, mein Lieber. Wenn du unbedingt einen Namen haben willst, such dir eben einen aus.“

„Vielleicht mach ich das auch. Jetzt, wo alle in den Turm zurückgekehrt sind, und wir noch hier draußen, habe ich ja genug Zeit, mir einen zu überlegen.“

„Kannst du die Datei öffnen, während du drüber nachdenkst?“

„Wenn du drauf bestehst.“

„Danke dir. Research-Notizen TK-48725.8. Daten geborgen aus Freistatt – Bray-Landezone. Kirren hat dort ein ganzes Depot voller intakter Datenkerne gefunden. Hat sie vor dem Angriff auf die Stadt retten können.“

„Es sind die kleinen Wunder, die mich so fesseln … Fragmente von Erinnerungen, in Silizium und Quarz eingefroren, gefangen in einem Moment, der das Ende der Zivilisation, Jahrhunderte des Zerfalls sowie den Raub einfallender Armeen überlebt, nur um dann geborgen und als Treibholz eines zweiten Krieges zu enden. Ist es nicht ein wahres Wunder, dass dieses Depot nicht nur den Untergang überstand, sondern auch die Rote Schlacht? Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt sehr niedrig …“

„Tyra?“

„Ja, Geist?“

„Hrrm Hrrm. Du schweifst ab. Schon wieder. Du meintest, ich soll dir Bescheid sagen, wenn das passiert.“

„Danke dir. Wie ich erwähnt habe, wurden diese Daten vor mehr als sechs Monaten geborgen, wurden aber jetzt erst entschlüsselt; 2,6 Exabytes an Dokumenten und Entwürfen wurden bisher dechiffriert. Auf den ersten Blick erschien es nur wie der Detritus von Brays Arbeit; Berichtsnotizen, Bezahlungsbelege, Memos. Ich fand einige wirklich interessante Anmerkungen zu einem Antriebssystem, die ich bereits zu Amanda geschickt habe, außerdem einen Nachrichtenaustausch zwischen den Schwestern, der Licht in Meister Melivanders Werk über die Geschichte von Clovis Bray bringen wird.“

„Aber dann fand ich etwas Außergewöhnliches. Die Aufzeichnungen waren bruchstückhaft. Manche Dateien waren teilweise gelöscht, aber es war immer noch genug, um darauf schließen zu lassen, dass die Bray-Einrichtung im Hellas-Becken größer als zuvor angenommen war.“

„Hellas-Becken? Die Touristenfalle?“

„Genau die. Wir wissen zwar, dass sich dort eine BrayTech Futurescape für Promotionszwecke befand – Bray veranstaltete dort sogar KI-geführte Touren – aber alles wies darauf hin, dass sämtliche Forschungen, die dort betrieben wurden, wenn überhaupt, nur reine Show waren: unwichtigere Projekte, um verbesserte Kaltwetter-Ausrüstung zu entwickeln und so was.“

„Aber – sollten diese Aufzeichnungen korrekt sein, operierte diese Einrichtung in weit größerem Ausmaß. Es kann sein, dass man dort mit der Entwicklung des Kriegsgeistes begann. Vielleicht war es sogar ein zentraler Standpunkt für Rasputin selbst. Es könnte der Geburtsort des Kriegsgeistes gewesen sein.“ 
„Und du hast das alles aus bruchstückhaften Aufzeichnungen geschlussfolgert? Wird das genau so, wie als du dachtest, du hättest einen zweiten Kriegsgeist entdeckt? Wir haben eine ganze Dekade daran verschwendet, nach der Kammer von Karl dem Großen zu suchen.“

„Ich hatte Recht mit der Existenz von Karl dem Großen, nur nicht damit, was es war. Wenn wir da nicht nachgeforscht hätten, hätten wir nie von den Untergeistern erfahren.“

„Rahool stimmt dem immer noch nicht zu.“

„Rahool soll mal seinen Kopf aus seinen Engrammen ziehen. Deswegen suchen Hüter doch nach Fragmenten aus dem Goldenen Zeitalter! Wir sind die Nachkommen einer verlorenen Zivilisation. Nur indem wir verstehen, was war, können wir verstehen, was wir jetzt sind. Wie die Welt, die wir kennen, zustande kam. Jedes Artefakt, das wir finden, hilft uns dabei, auf dem, was wir bereits kennen, aufzubauen. Fügt Dimensionen hinzu. Neue Identitäten. Wir experimentieren im Labor der Zeit, stellen jede Beobachtung auf der Suche nach Beweisen auf die Feuerprobe.“

„Und so ändern sich unsere Schlussfolgerungen manchmal. Mit jeder Verschiebung erfahren wir mehr darüber, wo wir herkommen. Wo die nächste Verschiebung unserer Ansichten geschehen könnte? Möglicherweise auf dem Mars.“


Apokryphen



Am Anfang waren es fünf.

Yul, der Ehrliche Wurm. Akka, der Wurm der Geheimnisse. Eir, der Bewahrer der Ordnung. Ur, der Ewighunger. Xol, Wille der Tausenden. Und sie waren Tugendhaft.

Mit der Zeit sprach Yul die Wahrheit und verhandelte geschickt. Seine Kinder entflohen dem Fundament und verstreuten sich in den Welten. Sie folgten den Worten der Tiefe und brachten viele Agenten des Himmels zu Fall. Sie nahmen und ein Teil dessen wurde an Tugendhaft zurückgebracht.

Sie wurden stärker.

Mit der Zeit erfuhr Auryx Akkas Geheimnis. Dass er stärker war als die Götter. Sie hatten ihre Macht gegeben und dadurch dieselbe verringert. Auryx erhob sich und erschlug Akka. Er nahm und Akkas Macht, die ihn erfüllte, ließ ihn stärker werden.

Nachdem die fünf vier geworden waren, sprach Yul.

Ergötzt euch an meiner Erhabenheit. Betrachtet meine vernichtende Macht, meine überragende Größe, meine Schuppen, die mit einem beklemmenden Glanz schimmern. 

Seht meine Schwingen, die Winde verursachen, die durch die Sterne wehen.

Zusammen haben wir Leben zum Fundament gebracht, dieses Leben erblühen lassen. Es vor dem Aussterben beschützt. Sie sind unsere Wirte und wir sind ihre Stärke.

Aber wir geben nicht. Wir nehmen. Denn dies ist der Kampf um die Existenz. Wir sind nicht immun. Die Schwächsten unter uns müssen den Starken Platz machen.

Und so fühlte Xol [Angst|Arglist], denn er wusste, dass Yul früher oder später seine Zähne gen Xol richten würde.

Aber Akka war nicht der Einzige mit einem Geheimnis. Xol hatte einen Pakt mit einem vergessenen Kind, verstoßen von seinem Vater.

Der Verfluchte nahm einen Bruchteil von Xols Macht in sich auf und Xol nahm im Gegenzug das Herz des Kindes, das aus dem Weltengrab verbannt worden war. Die Waise zog Leben aus dem Tod, eine Macht, die sie Xol fütterte.

Zusammen würden sie eine neue Welt finden, die sie regieren können.

Und die fünf wurden drei.

Ich, das Kind, dass zum [Herold|Tod] wurde, zeichne diese Worte auf. Sie sind nicht von der Trauer. Sie sind meine.


Der Kryptarch



Aus „Zwischenfälle auf dem Mars während und nach dem Untergang: Eine Untersuchung der ökologischen Änderungen in den Polarregionen“ von Meister Reinhart, Kryptarch. 

Wir haben detaillierte Berichte über die Expedition, die zum Mond geschickt wurde, um die Alienrasse, die als Schar bekannt ist, zu bekämpfen. Die katastrophalen Ergebnisse dieses Angriffs und die daraufhin entstandene Lunare Sperrzone wurde erst freigegeben, nachdem endgültige Beweise gefunden worden waren, dass die Sperrzone die Schar in keinster Weise ferngehalten hat (Rahool et al., „Das große Desaster: Vom Brennenden See bis zum Höllenschlund“).

Es gibt jedoch Indizien, dass obwohl dieses Ereignis das erste Aufeinandertreffen von Vorhut und Schar markierte, der Erdenmond nicht der erste Ort war, an dem die Schar Kontakt mit Menschensiedlungen hatte.

Aufzeichnungen aus dem Goldenen Zeitalter beschreiben ein umfassendes Netzwerk an Clovis Bray-Strukturen auf dem Mars. Die riesige Stadt Freistatt diente als Bray-Hauptquartier, doch uralte Massentransitlinien, die sich von den Resten von Freistatt über den ganzen Planeten spannen, weisen auf viele weitere Standorte hin, wie zum Beispiel das Clovis Bray-Gesundheitszentrum in Skyline und ein großflächiges Futurescape nahe Kern-Terminus in der Hellas-Becken-Gegend.

Die Futurescape-Einrichtung ist von Interesse, wenn man die Effekte der ökologischen Änderungen in den Untergangs- und Nach-Untergangsären betrachten will. Obwohl es Berichte gibt, in denen deutlich wird, dass die Region nach dem Abzug des Reisenden ein mesothermales Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 20° C aufwies, rangieren die ökologischen Zonen heute von boreal bis Eiskappen bei den Planetenpolen mit starken Winden und dicken Eisschichten, durch die eine Erkundung der Region erschwert wird.

Was hat eine solch drastische Klimaveränderung hervorgebracht? Wenn es mit dem Ende der Energie des Reisenden während des Untergangs zu tun hat, dann hätten wir ähnliche Auswirkungen auf anderen Planeten im Sonnensystem sehen sollen, was nicht der Fall war.

Wenn der Reisende also nicht die Ursache ist, dann müssen wir andere, externe Faktoren berücksichtigen. Geborgene Satellitendaten zeigen, dass der Klimawandel im Hellas-Becken zu schnell vonstatten ging, um von einem langfristigen, ökologischen Schaden herzurühren wie bei der Erde in der Zeit vor dem Reisenden. Tatsächlich weisen die Daten des Kriegssatelliten J54987F122S, der nahe Freistatt abstürzte und dort geborgen wurde, darauf hin, dass der Klimawandel auf dem Mars sich innerhalb weniger Tage vollzog. Dieser Kriegssatellit wurde beim Wiedereintritt jedoch schwer beschädigt, es mag also sein, dass die Daten nicht verlässlich sind. Bis wir eine zweite Quelle haben, die dies bestätigt, ist das alles jedoch nichts weiter als eine Annahme.

Nichtsdestotrotz, wenn wir den Daten von J54987F122S Glauben schenken, dann stehen wir vor einem externen endothermischen Ereignis, künstlich herbeigeführt, und zwar von solch gigantischem Ausmaß, dass es das gesamte Klima der Region änderte.

Warum ist das geschehen? Unsere einzige Quelle ist J54987F122S, und ihr zufolge, falls es wahr ist, wurde eine Invasion unbekannter biologischer Wesen, von denen eines von riesiger Größe war, unmittelbar vor dem Ereignis in der Region entdeckt. Könnte dies ein Angriff mit einer Waffe unbekannten Ursprungs aus der Ära des Untergangs gewesen sein?

Bis jetzt haben Hüter das Hellas-Becken noch nicht erreicht und wir besaßen noch nicht die Ressourcen für eine Fernerkundung. Aber was fänden wir wohl, wenn wir hier im Eis graben würden?

Ana,

Wie bereits erwähnt, erinnerte ich mich an einen Artikel von den Mars-Forschungen, die wir im Owl-Sektor unternommen haben. Das hier könnte sein, wonach du suchst – wenn du es ausgraben kannst. 

Reinhart breitet seine Schlüsse hier über einige Hundert Seiten aus. Ich schicke das Ganze an Jinju, wenn du willst, aber er liegt komplett daneben. Denn er erwähnt nie, die EINE SACHE, die das hier verursacht haben könnte.
Etwas ist im Hellas-Becken. Und du wirst diejenige sein, die es findet.

—Camrin


Zavala



Ikora hat meine Befürchtungen bestätigt. Das Eis auf dem Mars schmilzt.

Sie behauptet, der Grund dafür ist das Licht des Reisenden. Dass, als er erwachte, er eine Welle aus Licht aussandte, die alles veränderte, was sie berührte.

Ich weiß nicht, was ich glauben soll. Ich schaue den Reisenden jetzt an, lebend und strahlend, und erinnere mich an alle Zeiten, in denen ich ihn angefleht habe, zu antworten. Seinen Auserwählten in harten Zeiten zu helfen.

Ich erinnere mich an seine Stille. Selbst jetzt spricht er nicht. Oder falls doch, dann gibt es niemanden, der ihn hört oder versteht.

Ikora sagt, dass wir den Reisenden oder seine Wünsche nicht verstehen können. Weil sie so weit von unseren entfernt sind. Aber können wir uns auf etwas verlassen, das uns nicht versteht, können wir uns seines Schutzes sicher sein? Oder müssen wir uns selbst beschützen?

Ich bin davon überzeugt. Ich habe die Datenbanken durchsucht, Aufzeichnungen, auf die nicht einmal die Kryptarchen zugreifen können, und bin Daten durchgegangen, deren Verbreitung der Sprecher für zu gefährlich befand.

Ich weiß, was sich auf dem Mars befindet.

Was unter dem Eis begraben liegt, darf auf gar keinen Fall in unsere Welt zurückfinden. Es denkt nicht so wie wir. Es wiegt und urteilt unsere Existenz in gnadenlosen Berechnungen ab, deren Ziel wir noch nicht einmal kennen. Früher, vor langer, langer Zeit, da war es vielleicht geschaffen worden, um die Menschheit zu retten. Doch jetzt ist es mehr als eine bloße Maschine.

Noch dazu ist es kaputt. 

Als Saladin alle Akten, die mit SIVA zu tun hatten, wegsperrte, versiegelte er auch gewisse Informationen, die betrafen, was auf dem Mars versteckt liegt. In jenen Tagen stolperten wir blind umher, am falschen Ort und zur falschen Zeit, etwas anrufend, das uns weder antworten noch verstehen konnte. Und Saladin ließ das zu, denn unsere Fehlschläge waren sicherer als die Alternative. 

Aber jetzt sind die Siegel gebrochen. Ich studierte die Monster in unserer Vergangenheit, um für die Schlachten in unserer Zukunft gewappnet zu sein. Ich weiß, wie man zu diesem bestimmten Monster gelangen kann, bevor es jemand anderes tut.

Ikora ist von dem Wissen, das es besitzt, viel zu angetan, als dass sie auf die Gefahren achten würde. Cayde verschwendet seine Zeit damit, das Gefängnis der Alten mit Insassen zu füllen. Mir fällt also die Aufgabe zu, dieses Geheimnis unter Verschluss zu halten.

Um uns zu beschützen. 


Rasputin



218CBI800JRS101

KI-COM/RSPN: ASSETS//POLARIS//IMPERATIV

SOFORTIGE EVALUIERUNGSDIREKTIVE

Dies ist ein POLARIS-ASSETS-IMPERATIV (gesichert/UNVERÖFFENTLICHT)

Dies ist ein INTERNER ALARM. 

Mehrere verstreute Polaris-Axon-Berichte handeln von erhöhten sterilen Neutrinomustern, die mit der Erhöhung von AVGPOLARISTEMP zu tun haben. Reaktivierte aeroseismische Analyse entdeckt hohe Quantität von nicht-nativem, organischem Chitin.

Axon 5-Sierras Ereignisfußabdruck enthält Beweise von wurmförmigen Parasiten (UNBESTÄTIGT/ROT).

Eine Hypothese über Ereignismechanismus (FLAGGE AKAUSAL). Wahrscheinlichkeit von HARTEM ZIVILISATIONSKILLEREIGNIS ist NICHTNULL. 

Variable AVGPOLARISTEMP checken

>AVGPOLARISTEMP größer als oder gleich zu SCHMELZPUNKT

Checke verfügbare VOLUSPA- und KARL DER GROßE-Ressourcen.

Übernehme Kontrolle über atmosphärische Verteidigungen (Kriegssatellit UMFASSEND) und rufe AURORA PALISADE auf.


Unseren nächsten Webcomic mit dem Titel „Kriegsgeist“ findet ihr ab Mittwoch, dem 2. Mai unter comics.bungie.net (zunächst nur auf Englisch).

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