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Festung der Schatten-Geschichtsvorschau — Kapitel Vier

FREUNDE IN DER NOT

Hinter meinen Augen spüre ich Hitze. Ich habe ganz vergessen, wie sich Wärme anfühlt. Alles, was ich ausmachen kann, sind die Waffen, die auf mich gerichtet sind. Wenn das mein Schicksal ist, dann mach ich ihnen wenigstens noch die Hölle heiß.
 
„Waffen runter!“

Petra? 

„Eris Morn. Wir entschuldigen uns für die Begrüßung. Man weiß nie, was da raus kommt.“  

Die Träumende Stadt. Ich hätte nie gedacht, dass ich sie jemals betreten würde.

„Dieser Ort … ist magisch.“ 

„Gewöhn dich nicht dran. Wir bleiben nicht lange.“

„Wohin gehen wir?“

„Wir statten den Königin einen Besuch ab.“



„Die Hexe will mich ködern. Ich brauche deine Führung, meine Königin.“

„Sie ist kalkulierend, haargenau. Sei vorsichtig. Ihre Absichten sind verschleiert.“

Meine Königin ist weise. 

„Wo fangen wir an?“

„Eris … die Angelegenheit ist verständlicherweise dringend…“

Nicht du auch noch. Bitte hab keine schlechte Meinung von mir. 

„Du warst am Rande des Todes. Kein Verlust, den ich ertragen möchte.“

„Der Schatten des Todes vermag mich nicht zurückzuhalten.“

Meine Worte bewegen sie zu besorgtem Schweigen. Habe ich etwas Falsches gesagt?

„Du wanderst auf einem schmalen Grat zwischen Pflicht und Besessenheit. Ich weiß, wovon ich rede.“ 

„Ich bin getrieben, aber nur, weil ich weiß, was auf dem Spiel steht.“

„Und was bedeutet das für dich?“

 „Alles, meine Königin. Menschen und Erwachte werden an den Stränden des Todes angeschwemmt, wenn wir nicht handeln.“

„Nein, welche Bedeutung hat es für dich?“

„… Rache.“

Ich beobachte, wie sie meine Aussagen abwiegt. Es würde mein Ende sein, würde sie mich fortschicken.

„Ein edler Grund.“

Der gleiche Wunsch fließt also auch in den Adern meiner Königin.

„Savathûns Schläue hat Grenzen. Wir besitzen ein Log aus dem Goldenen Zeitalter,das uns bei der Lösung Ihrer Rätsel behiflich sein könnte. Eins von vielen. Die restlichen Logs sind zwischen den Sternen verstreut.“

„Dann muss ich sie alle finden.“

„Du musst nicht allein gehen.“ 

Meine Königin.



Die Monate, die ich an der Seite meiner Königin gearbeitet habe, waren aufregend und heimtückisch. Ich habe mehr von dem bekannten Universum bereist, als ich mir jemals hätte träumen lassen. Zwischen all den widerlichen Kreaturen, die zerstört, und all den Schätzen, die entdeckt wurden, lauert eine neue Sensation … Ein Platz in dieser Geschichte.

Wir sammelten mehrere dieser Logs, die wir brauchten. Jedes bietet eine neue Perspektive auf die Bedrohung, die uns bevorsteht. Das Goldene Zeitalter-Verständnis der Konzepte von Licht und Dunkelheit waren primitiv, standen gerade am Anfang. Ich frage mich, ob in den Jahrhunderten, die noch vor uns liegen, unser Verständnis auch als rudimentär angesehen wird. Es spielt keine Rolle, sollten wir unseren drohenden Untergang nicht abwenden können.

Wir sind soweit gekommen, doch jetzt hab eich das Gefühl, dass sich unsere Reise dem Ende zuneigt.

Es ist hier, in diesen Ruinen. Ich kann es spüren.

Ich wische Unrat von einer uralten Kiste.

Drinnen befindet sich, wonach wir gesucht haben.

Ich lese. Meine schlimmsten Ängste bestätigen sich.

„Meine Königin … es war die ganze Zeit hier.“

Dass ich wirklich in diese verdrehten Tunnel zurückkehren muss, in denen die Schreie meines Trupps durch meine Gedanken hallen werden …

Mein Schicksal ist auf ewig an diesen Ort gebunden.

Es gibt kein Entkommen für mich.
 

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