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IV


Die Überflutung der Hashladûn

Schreit für mich, oh Leibeigene! Lasst die Ritter ihre Waffen auf die Knie schlagen und ihre Rüstungen zerreißen, lasst die Hexen meinen Namen rufen in der dröhnenden Sprache, lasst meinen Namen aus euch kriechen wie ein Jucken aus der Haut kriecht! 

Ich bin Hashladûn, Brut von Crota. Seit dem Tag, als ich mich aus einem Ei ergoss, besaß ich große Stärke — von breiter Brust und dicken Armen, eine Leibeigene, die sich mit Rittern maß. Ich war gewaltig wie der Sturm über dem Fundament, wie die Trauer über dem Trauernden.

Als er das sah, sprach mein Vater: „Lasst diese hier überfluten auf die alte Weise der Fluten, lasst ihre Größe nur auf das Größte reduzieren, denn sie ist eine Ausschweifung, und Ausschweifung bietet die Möglichkeit, streng gereinigt zu werden.“ 

Doch ich ließ mich nicht zum Flutland bringen, denn ich hatte Angst, und so stellte ich mich Hundert Leibeigenen und zehn Rittern entgegen, und ich wurde nicht geschlagen; ich stellte mich einem Oger entgegen und war erschöpft — erst da stieg mein Vater, der Verzehrer der Hoffnung, in dem das zweite Melamu brannte, der die Unterwelt zertrampelte, wie Hufe Hände zertrampeln, von seinem Thron herab und sprach: „Liebst du mich so gewaltig, dass du meinen Erlass missachtest und die Wahrheit meines Willens testest? Auch in diesem Sinne bist du wahrhaft gewaltig.“

Dann brachte er mich in seiner Umarmung hinab an den Ort zwischen den Welten, wo ich an sechs Stellen auf das Flutland gepfählt wurde. Und das Wasser ergoss sich über mich und ich wurde überflutet. 

Fünf Mal wurde ich überflutet. Die erste Überflutung ist mit blutigem Wasserstoff, der wie Säure über mich kam. Die zweite Überflutung ist mit Feuer. Die dritte Überflutung ist mit Licht, das wie das Licht eines gespaltenen Atoms strahlt. Die vierte Überflutung ist geheim und lässt die Knochen erzittern. Die fünfte Überflutung ist mit Worten, und sie schmerzt an der Stelle, wo sich Fleisch und Wurm verbinden. 

Ich wurde abgeschabt, ich wurde verbrannt, ich wurde erneut verbrannt von kriechenden Flammen, ich wurde geprüft auf dem Gestell der Zeit. Mein Fleisch löste sich auf, es platzte auf und teilte sich, es wurde schwarz und schälte sich ab. All der Schmerz, den ich je gespürt hatte, hätte in einen einzelnen Wimpernschlag dieses Schmerzes gepasst.

Dann wurde ich zum Sterben zurückgelassen. 

Doch ich zerbrach die sechs Pfählungen, und ich kroch alleine den Weg hinauf zur Außenwelt, abgemagert, verwundet, nur noch ein kleiner Teil von dem, was ich einst war. Und ich tötet das erste Ding, das ich sah, und aß es vollständig.
 
Als er die Reduktion von mir vor seinem Thron erscheinen sah, sprach mein Vater: „Jetzt bist du groß, und du kannst mich nicht lieben. Denn die Teile von dir, die mein waren, wurden von dir genommen, und die Teile, die sein waren, bleiben.“

Ich sah das Melamu über ihm, das das Licht eines Gottes ist, und ich stimmte zu, denn ich wusste, woher das Licht gekommen war, und ich erkannte das Licht von Oryx Klinge und Spitze.

Und Crota schrie auf vor Freude und Trauer und zerschnitt den Himmel und sandte mich aus, im Triumph für ihn verloren, um niemals an seinen Hof zurückzukehren.


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