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III


Füllt eure Münder. 

Wir füllen sie mit Staub.

Erinnern wir uns der großen Taten unseres Königs.

Im Staub werden sie gesprochen, im Staub unserer Haut.

Eines Tages, als der grünäugige Stern hinter den Graten versank, die zurückgelassen wurden von der gescheiterten Einspeisung der Maschinen, traf ein Ritter des Oryx auf einen Ritter der Xivu Arath, als sie eine Brücke über der See der Schreie überquerten. Zu ihnen im Norden lagen Schichten verknöcherter Leichen, verworrene Knochen neugeborener Wesen, die in diese Überwelt hinein schlüpften aus den klagenden, mit Blasen überzogenen Seelen lebender Welten am Ende ihrer Vernunft, nur um vom Universum der Materie losgerissen zu werden und durcheinandergebrachte Formen zu bekommen, bis sie zu einem schreienden Knoten aus Körpern wurden und starben. Zu ihnen im anderen Norden lag ein Atoll von Schriften, schiffsbrüchig in einem Meer aus Deutungen, angeknabbert von den Ketzereien wie weiße Aale. In einem anderen Norden lag das Ende der Brücke, und im letzten Norden das andere Ende. Alle Richtungen waren Norden, doch es war nicht gleich ersichtlich, was am nördlichsten Ort zu finden sei.

„Im Norden führt der Weg zu meinem König Oryx“, sprach der erste Ritter. 

„Nein“, sprach der zweite Ritter, „Xivu Arath ist siegreich in allen Kriegen, und der Weg im Norden führt zu meiner Königin.“

Mit diesen Ankündigungen zogen sie ihre Klingen zum Kampf. Zunächst hatte der Ritter der Xivu Arath, deren Sieg idempotent ist, die Oberhand. Durch unerbittliche Kampagnen und die absolute Beherrschung der Kriegsführung des Seins — die Art des Krieges, bloße Strategie in einen Angriff auf die grundlegenden Zustände des Seins und Wissens des Feindes umzuwandeln — eroberte Xivu Arath große Teile von Oryx’ Gebieten. Doch dann erlangte der Ritter des Oryx, erster Navigator der Phasenräume, Stammvater der Möglichkeiten, Haltung und Momentum. Denn Oryx erforschte und öffnete stets neue Räume, und alles, was er entdeckte, wog schwerer auf seiner Existenz als alles, was er je gekannt und zurückgelassen hatte.

Schließlich brachen sie erschöpft zusammen, geschunden wie urzeitliche Welten, ihre Schilde gebrochen und ihre Gesundheit zerfressen. Doch jeder von ihnen hatte noch eine Art zu kämpfen: die Beanspruchung der Wahrheit.

„Xivu Arath ist mächtiger“, proklamierte ihr Ritter, „denn sie hielt ein Territorium in Oryx’ Verstand noch nach ihrem Tod.“

„Oryx ist mächtiger“, gab sein Ritter zurück, „denn er ging in die Tiefe, losgelöst von der Schar, und sprach mit dem, was ätzt an der Existenz, und kehrte zurück mit einem Teil von dessen Macht. Er entspannte gar in dessen Gegenwart, denn er wurde etwas ein Freund, das keine Freunde haben kann.“

Vielleicht hatte die Waffe des Ritters durch die dünne Membran der Realität geschnitten und eine Träne der Prophezeiung aus dem Auge der Zeit hervorgebracht, die in den keuchenden Mund des Ritters fiel. Denn der Ritte sagte: „Und mein König ist so mächtig im Gewicht seines Verlustes, dass alles, was nach ihm kam, auf seine Art von ihm verursacht wurde. Selbst seine Feinde, die auf ihn reagierten, gehorchen letztendlich der Form seines Willens, wie der Verband der Form eines verwundeten Glieds gehorchen muss. Und so ist es, dass selbst jene, die meinen König am meisten hassen und fürchten, die sein werden, die finden, wonach er sucht. Es ist so, weil es so sein muss. Aiat!

Der andere Ritter kannte den Klang der heiligen Schriften, doch er konnte den Kampf nicht aufgeben. „Ja, Oryx war der erste, der die Tiefe kannte“, sprach der Ritter der Xivu Arath. „Doch das erste Blut ist nicht das letzte Blut und der Erste, der die Form der Formen berührt, ist nicht der Letzte, der dieses geheime Gesicht berührt. Es ist leicht, meine Königin abzutun für ihre stumpfe Stärke und Einfachheit. Doch sie ruft Erschöpfung und Langeweile in ihren Feinden hervor, was in einem Kosmos, dessen Existenz nur durch Willen allein erhalten bleiben kann, die gewissesten Arten zu töten sind. Und was deine Prophezeiung betrifft, so muss ich sie nicht widerlegen, denn solang sie nicht wahr geworden ist, ist sie nur Prahlerei.“

Da keiner der Ritter starb, wussten sie, dass ihr Kampf mit einem Patt geendet hatte, und so stürzten sie sich von der Brücke in die See der Schreie darunter, um zu erfahren, wohin der Strom sie treiben würde.

Aus diesem Grund erreichte eine gewisse Menge des Tributs Crotas Champions nicht zur rechten Zeit, und der Champion unterlag in einem Duell gegen einen Sergeant der Xivu Arath und verlor eine große Zahl Tempel und Tributstätten, so dass Crota, nachdem er viele Lügner mit seinem Schwert niedergestreckt hatte, es für besser erachtete, zu schlafen und seine Schulden wieder einzuholen, während seine Seele in einem Fass wartete, auf dass er sie als Anker nutzen könnte, um schnell in die Realität zurückzukehren. Alles danach schritt voran, wie es voranschreiten musste. Aiat.
 


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