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7. Destiny-Jubiläum

„Leider sieht es so aus, als hätten wir einen Mann weniger …” sagte Joe Staten mit einem Kichern auf der Bühne der E3 2013. Jason Jones, der Gründer von Bungie, klang ein wenig nervös. Ohne sein Wissen – und wir wussten auch nicht Bescheid – unterbrach ein Techniker unter der Bühne versehentlich die Verbindung zu Jasons Monitor. Er starrte auf den klaren Text auf dem Bildschirm, auf dem stand: „Kein Signal”. Was unser Team jedoch wusste, war, dass „ein Mann weniger” bedeutete, dass bei dieser Demo etwas schiefgelaufen war. Das Publikum beobachtete, wie Jasons Figur winkte und ein wenig nach vorne ging. Wenige Augenblicke später schaltete die Übertragung, die das Publikum verfolgte, auf ein vorab aufgezeichnetes Video um und die Show ging weiter. 

Die Enthüllung von Destiny war ein vielversprechender Start. Und auch wenn die letzten sieben Jahre nicht immer reibungslos verliefen (weder für euch noch für uns), so waren sie doch unvergesslich, und wir bemühen uns, dass es auch in Zukunft so bleibt. 

Heute feiern wir das 7. Jubiläum von Destiny. 

Ihr fragt euch vielleicht, warum wir das siebte Jubiläum eines Videospiels feiern, wenn man normalerweise eher von runden Jubiläen hört. Nun ja, bei Bungie hat die Zahl sieben eine besondere Bedeutung

Die Enthüllung des Gameplays von Destiny auf der E3 im Juni 2013 war ein monumentales Ereignis. Nach jahrelanger Arbeit an diesem neuen Spiel wollten wir der Welt endlich zeigen, was wir geschaffen haben. Das Team hat dafür ständig geprobt und sich auf jedes Szenario vorbereitet. Die Testläufe verliefen mehrmals erfolgreich, ohne technische Probleme oder Fehler bei der Darstellung. Aber wie bereits erwähnt – jeder hat einen Plan, bis er erwischt wird.  

Obwohl er keinen funktionierenden Monitor hatte, gelang es Jason irgendwie, seinen Hüter zum Winken zu bringen und zu Joes Hüter hinüberzugehen – gerade noch rechtzeitig, bevor es den Helden hinter den Kulissen gelang, auf das Backup-Video umzuschalten. 

Die Katastrophe konnte abgewendet werden, aber sie mussten noch ihre Live-Performance mit dem Backup-Video synchronisieren. Kein leichtes Unterfangen. Die zahlreichen Proben und Vorbereitungen zahlten sich aus, denn alle beherrschten ihren Text perfekt, auch wenn sie nicht mehr am Steuer saßen. Niemand in der Menge schien zu bemerken, was im Hintergrund alles passierte, um die Show in Gang zu halten. Einige dachten sogar, dass die lange Pause beim Wechsel zum Backup nur ein Ladebildschirm für eine frühe Version des Spiels war. 

Das Debüt war ein Erfolg. Es war der Beweis dafür, dass harte Arbeit, Vorbereitung und Hartnäckigkeit zum Erfolg führen und diese Franchise vorantreiben werden, auch wenn nicht immer alles perfekt nach Plan läuft.  


Wir wollten diese Gelegenheit nutzen, um auf die bescheidenen Anfänge von Project Tiger und einige der Materialien zurückzublicken, die als Inspiration und Wegweiser für seine Entwicklung dienten. 

Es begann damit, dass ein kleines Team wunderschöne Konzeptzeichnungen von Umgebungen, Charakteren und Klassen erstellte. Wir wollten herausfinden, welche Ideen sich durchsetzen und welche auf dem Boden des Schnittraums liegen bleiben würden. Schließlich kam der Zauber von Science-Fiction zum Vorschein und die Kunst spiegelte die Themen wider, die man heute noch mit Destiny verbindet. Ein Sci-Fi-Shooter, der in unserem Sonnensystem spielt, aber dennoch ein fantastisches Universum voller Magie und Geheimnisse darstellt. Eine Welt, die auf Hoffnung und einem ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit basiert. 


Adrian Majkrzak 


Adrian Majkrzak 


Jaime Jones 


Dorje Bellbrook 


Shiek Wang 


Shiek Wang


Jaime Jones 


Isaac Hannaford 


Joseph Cross 


Joseph Cross 


Ryan Demita 

Mit Konzeptkunst kann man großartig zeigen, wie ein zukünftiges Erlebnis aussehen könnte, wenn es vollständig ausgearbeitet ist. Manchmal werden aber auch thematische Texte geschrieben, um die Hintergrundgeschichte und den Kontext frischgebackener Ideen zu beschreiben. Wenn neue Werke präsentiert werden, lesen die Moderator/innen oft Skripts vor, um einen besseren Eindruck davon zu vermitteln, wie sich die Pläne zur Gestaltung von eindringlichen Welten entwickeln könnten. Hier sind ein paar Beispiele für anfängliche Ideen von Christopher Barrett und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. 

Dunkelheit lauert 

29. Januar 2014 

Stille im Weltall. Ein toter Mond klebt am Sternenhimmel wie ein Missgeschick der Götter. Regolith und schwebendes Gestein. 

Oben. Ein perfekter Kreis, der in die Oberfläche gemeißelt ist und von einer dichten, undurchschaubaren Geometrie umgeben ist. Staub ergießt sich langsam über den Rand des klaffenden Schlundes wie eine langsame, riesige Sanduhr. 

Abstieg. Staub wird zu Dunst, Dunst wird zu dichtem, unnatürlichem Nebel. Ein endloser Abgrund, der sich bis ins Herz des Mondes gebohrt hat. 

Dunkelheit. Ein Licht flackert auf. Schatten tanzen über die sich bewegende Platte. Sechs Runen entzünden sich und bewegen sich auf dem Boden wie eine Art kosmisches Benzin. Crota steht dazwischen. Das Relikt in seinen Händen. Ein uraltes, schreckliches Geräusch ertönt von noch weiter unten. Der Boden beginnt sich zu öffnen. Eine Gruft. 

Aufwärts. Ein Dutzend Augen schimmern in der Dunkelheit. 

Aufwärts. Hunderte mehr. 

Tausende. 

DUNKELHEIT LAUERT 



Das Haus der Wölfe 

21. November 2013 

Silberstich auf dunklem, grauem Blau. Ein zerfleddertes Tuch weht im kalten Wind und füllt langsam den Bildschirm, um das Symbol des Hauses der Wölfe zu enthüllen. Das wildeste aller Häuser, aber verloren, gefallen und wie die anderen in alle vier Winde zerstreut.  

Gewebte Textilfasern tauchen von oben auf. Alt und abgenutzt, aber raffiniert und mit Gold verziert. Der schimmernde Staub zieht alle Blicke auf sich, während sich die Kamera langsam vorwärts bewegt. Durch dunkles, azurblaues Blut und zerbrochenes Glas wird eine grausame Szene enthüllt. Vorbei an gekräuselten Fingern und über die Brust einer erwachten Königinnengarde. Weitere Leichen erscheinen, Opfer eines gewaltsamen Kampfes, manche von einem Speer durchbohrt.  

Der Mantel bewegt sich mit seinem Träger und enthüllt ein verfilztes, mit Frost überzogenes Fell. Der Gefallenen-Captain dreht sich um. Schneeverwehungen und abgestorbenes Gras sind jetzt sichtbar. Es geht weiter – sie sind sich sicher, dass der Weg vorerst maskiert ist. Andere aus dem Rudel pirschen sich vor. Ein Servitor hält Schritt – ein dunkles, uraltes Metall, das scheinbar schwerelos vorwärts treibt. Wind. Schnee.  

Die Königin steht still, nur ihr Haar bewegt sich langsam. Ein zerbrochenes Fenster umrahmt sie vor dem Hintergrund der dunklen, wirbelnden Wolken des Riffs.  

Meuterei.  

DAS HAUS DER WÖLFE 




Der tote König 

21. November 2013 

Saturn  

Das tiefe Schwarz. Die unerforschten Gezeiten jenseits des Riffs. Ein schimmerndes Meer aus Eis wälzt sich endlos um den römischen Gott Saturn. Die Stille wird durch das Gebrüll eines Monolithen aus Eisen und Knochen durchdrungen. Der scharfe Bug des jahrtausendealten Exarchen-Grabschiffs durchbricht die Oberfläche wie ein Wal, Tausende von juwelenbesetzten Kristallen zersplittern.   

Der Schatten des Götterkönigs Oryx. Sein zerfledderter Handschuh zeigt Fäulnis und Knochen von unzähligen Erben. Seine Faust ballt sich und Staub fällt zu Boden.   

Die drei Prinzen knien vor ihrem Schöpfer.   

Smaragdgrüne Linien brennen in tiefen Furchen, während fremde Symbole im Bruchteil einer Sekunde wie Schnitzereien eines verrückten Mönchs auf Stein erscheinen.   

Oryx’ schattige Kappe neigt sich. Die verdrehten Hörner winden sich voller Leben, während seine feuchten grünen Augen zum Vorschein kommen.  

Ein Crescendo ertönt.   

Schwarz.   

Buch III  

DER TOTE KÖNIG 



 


Zwischen damals und heute ist viel passiert. Wir haben eine Fortsetzung auf den Weg gebracht, unsere Unabhängigkeit erlangt und vor Kurzem das nächste große Ding enthüllt. 

Die Hexenkönigin erscheint am 22.2.22. 



Danke, dass ihr euch mit uns an die schönen alten Zeiten erinnert habt. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, aber Destiny ist noch lange nicht fertig. Alles Gute zum Geburtstag, Destiny. Die Zukunft sieht rosig aus 

 

Oh, und das kaputte HDMI-Kabel? Jones hat es immer noch. Ein Andenken, ein Totem, das jeden abwehren soll, der es wagt, ihm vorzuschlagen, jemals wieder eine Live-Demo auf der Bühne zu machen. 

 

 
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