JavaScript is required to use Bungie.net

Festung der Schatten-Geschichtsvorschau — Kapitel Fünf

REUNION

Ist schon lange her, dass ich im Turm war. Vieles hat sich verändert. Ich hoffe, dass mein Verschwinden keine nichtreparierbaren Risse hinterlassen hat. 

Ikora … bitte vergib mir.

Ich werde ihr sagen, was ich entdeckt habe, wo ich war. Sie wird schon erkennen, was mein Handeln bedeutet.

„Als ich hörte, dass sich dein Schiff näherte, konnte ich es nicht glauben. Und jetzt stehst du hier. Schön, dich zu sehen.“

„Ikora, ich musste gehen. Was ich erfahren habe, entdeckt habe … Die Gefahr lauert näher als wir denken. Du musst mir vertrauen. Wir haben die Katastrophe, die sich vor uns zusammengebraut hat, lange genug ignoriert. Wenn wir nichts unternehmen, steht ein weiterer Untergang bevor.  Wir müssen uns um das kümmern, was die Schar tief unter der Mondoberfläche ausgegraben hat—“

„Eris. Luft holen.“ 

Ihre Worte lassen mich kurz erleichtert aufatmen.

„Wir wissen von der Schar und ihrer kürzlich errichteten Festung.“

Eine Festung? Sie machen mobil. Es ist also noch schlimmer als ich dachte.

„Dann musst du mit mir kommen, Ikora.“ 

„Eris, du hast dich nicht einmal ausgeruht.“

„Ich muss dir die Wahrheit zeigen. Dann wirst du verstehen.“

„Ich habe Pflichten hier. In deiner Abwesenheit hat sich viel getan. Wir erholen uns immer noch von unseren … Verlusten.“

Doch was hinter uns liegt, verblaßt im Angesicht dessen, was uns noch bevorsteht.

Aber ich will nicht mit ihr streiten. Nicht schon wieder.

„Dann gehe ich allein.“

„Eris …“

„Darüber kann ich nicht verhandeln.“

Ich sehe, wie Ikora ihre Optionen abwiegt. Sie will auch nicht streiten.

„Dann lass mich dir wenigstens dabei helfen, eine adäquate Antwort auf die Bedrohung zu finden, die wir, nicht vergessen, noch nicht völlig verstehen. Lass die Vorhut dir helfen.“

Das wird Zeit kosten. Immer Zeit. Die eine Sache, die wir uns nicht leisten können.

„Aber du wirst weg sein, bevor sie bereit sind, nicht wahr?“

„Wir tun alle, was wir tun müssen.“

„Versprich mir, dass du mit mir in Kontakt bleibst. Es kann nicht wie beim letzten Mal ablaufen.“

Ich nicke Ikora zu. Wie immer nur Wohlwollen.

Sie verdient mehr, als ich ihr geben kann. Meine Bestimmung liegt nicht hier. Es gibt noch so viel zu tun. Ein letzter Halt.
„Ich muss los.“

Ihre Sorge ist spürbar. Seltsamerweise beruhigt mich das. Die Wunde zwischen uns kann heilen. Falls wir lange genug leben.

„Eris, das Ding, wofür du bereit bist, alles zu riskieren … Was ist es?“

„Ich habe vor einem Sturm gewarnt. Kannst du den Donner hören?“ 

Es ist dir nicht gestattet, diesen Inhalt zu sehen.
preload icon
preload icon
preload icon